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Teil 2: So findest du den richtigen Hundetrainer für dich!

Aktualisiert: 2. Juli 2019

Im zweiten Teil zum Thema „Wie du den "richtigen" Hundetrainer für dich findest“ erfährst du, was einen guten Trainer eigentlich ausmacht und von welchen Praktiken du besser Abstand halten solltest.


Um die richtige Anlaufstelle für dich und deinen Hund zu finden, gilt es einige Dinge beachten. In den nachfolgenden Punkten findest du erst die „Dos“ und später die „Don’ts“ im Training. Dadurch sollte dir die Suche nach einer passenden Anlaufstelle für dich und deinen Vierbeiner um einiges leichter fallen.



Gute Trainer sollten…


  • … eine nachweisbare Ausbildung absolviert haben und sich zu unterschiedlichen Themen laufend fortbilden, um ihren Wissensstand immer aktuell zu halten und beständig zu vergrößern.

  • … auf deine Fragen und Anliegen eingehen und Bedenken von dir ernst nehmen. Nur so kann eine Zusammenarbeit gut funktionieren.

  • … sich für dich und deinen Vierbeiner Zeit nehmen, dir zuhören und dich respektvoll behandeln.

  • … mit positiver Verstärkung und nach den aktuellen Lernmethoden arbeiten und dir außerdem erklären können, warum sie das tun.

  • … sich gut über deinen Hund, seine Verhaltensgeschichte, euren Alltag, euer Zusammenleben und über viele andere Details informieren, um sich ein gutes Bild von euch und der Situation machen zu können.

  • … die Übungen und den Trainingsplan individuell auf das Mensch-Hund-Team anpassen.

  • … dir die Übungen verständlich erklären können, deine Fragen beantworten und dir bei Bedarf mögliche Alternativen anbieten.

  • … aversive Methoden und die Arbeit mit Angst, Zwang und Gewalt strikt ablehnen.


Nun weißt du also, was einen guten Hundetrainer, beziehungsweise eine gute Hundeschule ausmacht und auf was du achten musst.


Wir sollten jedoch auch erwähnen, um welche Trainer und Hundeschulen du besser einen Bogen machst und welche Methoden nicht so empfehlenswert sind.


Du solltest Trainer und Hundeschulen vermeiden die…


  • … dir zeigen wollen, wie du zum „Rudelführer“ oder zum „Alpha“ wirst und bemängeln, dass dein Hund zu dominant ist oder dich gar dominiert. Wir sollten unsere Hunde unterstützen, ihnen auch einmal Aufgaben delegieren, die „Rudelführertheorie“ ist jedoch schon eine Zeit lang widerlegt und auch über das Thema Dominanz kursieren noch viele Fehlinformationen. Es gibt übrigens keine einzige wissenschaftliche Studie, die die Dominanz des Hundes gegenüber dem Menschen belegt. Der Versuch der „Rangreduktion“ des Hundes schafft mehr Probleme, als welche zu lösen. Jegliche „Dominanz“, wie auch immer sie geartet sein mag, kann nach dem Verhaltensforscher David Mech ohnehin nur artintern gezeigt werden – Mensch und Hund sind nicht die gleiche Art. (Wie du siehst, habe ich dieses Thema hier nur kurz und sehr oberflächlich angeschnitten, da es sonst den Rahmen sprengen würde. Es bedarf jedoch auf jeden Fall einer ausführlicheren Bearbeitung in einem eigenen Blogbeitrag - sei gespannt.)

  • … mit tierschutzrelevanten und verbotenen Hilfsmitteln arbeiten. Dazu zählen nach dem österreichischen Tierschutzgesetz (§5 Abs. 2 Z 3): „Stachelhalsbänder, Korallenhalsbänder oder elektrisierende oder chemische Dressurgeräte(…)“ „Technische Geräte, Hilfsmittel oder Vorrichtungen (…), die darauf abzielen, das Verhalten eines Tieres durch Härte oder durch Strafreize zu beeinflussen (…)“ und „Halsbänder mit einem Zugmechanismus (…), der durch Zusammenziehen das Atmen des Hundes erschweren kann.“ Auf solche "Hilfsmittel" sollten du und vor allem dein Trainer strikt verzichten!

  • … mit tierschutzrelevanten Techniken, Strafe oder Angst arbeiten. § 5 Abs. 1 des österreichischen Tierschutzgesetzes besagt: „Es ist verboten, einem Tier ungerechtfertigt Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen oder es in schwere Angst zu versetzen.“ Tritte, Stöße, Leinenrucken, Alphawürfe und Ähnliches sind tabu! Niemals sollte dir ein Trainer raten, deinen Hund durch körperliche Bestrafung zu maßregeln!

  • … Garantien anbieten. Jeder Hund ist individuell und kein Tier ist 100% vorhersehbar. Auch wir Menschen sind keine perfekten Maschinen und es ist daher zum Beispiel auch möglich, dass unerwünschtes Verhalten erneut auftritt oder längeres Training benötigt. Ein guter Trainer gibt keine Garantien, er unterstützt dich jedoch dabei, deine Ziele zu erreichen und passt das Training dahingehen an.

Hab keine Angst davor, bei der Suche nach der richtigen Anlaufstelle für dich und deinen Vierbeiner kritisch nachzufragen und deine Bedenken anzusprechen. Ein seriöser Trainer wird dir gerne Rede und Antwort stellen und dich über seine Trainingsphilosophien aufklären.

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