Wer die Wahl hat, hat die Qual - Der "richtige" Hundetrainer für dich

Es gibt so viele gute Gründe mit deinem Hund zu trainieren – und eine genauso große Auswahl an Hundeschulen und Hundetrainern, zwischen denen es sich zu entscheiden gilt. Da jeder von uns möchte, dass es seinem Vierbeiner gut geht, ist die Wahl des richtigen Hundetrainers eine der wichtigsten und auch oft eine der schwerwiegendsten Entscheidungen, die wir in Bezug auf unsere Hunde treffen können.


Falls du dich schon mit dem Thema Hundetrainer auseinandergesetzt haben solltest, wirst du vermutlich mit einer virtuellen Armada von Menschen konfrontiert worden sein, von der alle behaupten, die besten Methoden und Strategien zu verfolgen.


Höchstwahrscheinlich bieten einige davon Garantien für das Training an (dazu in den nächsten Beiträgen mehr), einige behaupten, Zen-artige Trainer zu sein, die dir helfen, der "Rudelführer" deines Hundes zu werden (rote Karte!) und andere reagieren auf die Frage nach ihrer Ausbildung mit dem Satz „Ich hatte schon immer Hunde.“


Wie schaffst du es nun also, dich durch das regelrechte Minenfeld aus Traineroptionen zu navigieren und tatsächlich bei einem qualifizierten Trainer zu landen, der dich und deinen Hund mit modernen, gewaltfreien und wissenschaftlich fundierten Techniken unterstützt? Das Ziel ist hier doch letztendlich, dass du und dein Vierbeiner Spaß und Erfolg gemeinsam und im Training haben.


Um die vorhergegangene Frage zu beantworten, müssen wir uns im ersten Schritt auf den Entscheidungsprozess konzentrieren. Brauchst du denn überhaupt einen Hundetrainer?


Brauche ich wirklich einen Hundetrainer?


Während viele Hundebesitzer fähige Hundehalter sind, verfügen qualifizierte Hundetrainer über Fähigkeiten und Informationen, die sie sorgfältig und über einen längeren Zeitraum erarbeitet haben. Durch das Lesen von Büchern und das Durstöbern von einschlägigen Websites ist es sicherlich möglich und auch wünschenswert, sich ein gutes Maß an Wissen über das (Lern)Verhalten und die Ausbildungsmöglichkeiten von Hunden anzueignen. Die Unterstützung durch einen gut ausgebildeten und zertifizierten Trainer kann für dich jedoch trotzdem ein Vorteil sein.


Viele Hundehalter sind oft nicht bereit, in einen guten Trainer zu investieren und geben ihr Geld lieber für andere Produkte und Aktivitäten zum Thema Hund aus. Daran ist überhaupt nichts verkehrt, gleichwohl die Investition in einen Hundetrainer gerade bei Problemen oft einiges an Zeit, Geld, Mühe und manchmal Herzschmerz sparen kann. Bei positiven und gut durchdachten Trainingstechniken ist es zudem sehr viel weniger wahrscheinlich, dass daraus etwaige Verhaltensprobleme resultieren.


Mit der Unterstützung durch einen gut ausgebildeten Fachmann können Probleme frühzeitig erkannt, Lösungsschritte ausgearbeitet und gewünschte Ziele im Training angepeilt werden.


Obwohl es eine Vielzahl an Ausbildungsoranisationen, Verbänden und Schulen im Bereich Hund gibt, ist der Beruf „Hundetrainer“ immer noch kaum reglementiert.

Diese mangelnde Reglementierung räumt so nicht nur Platz für sorgfältig ausgebildete und nach den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen arbeitenden Trainern ein, sondern leider auch für unqualifizierte Trainer und Menschen, die veraltete und gefährliche Trainingsmethoden einsetzen.


Wenn das Endergebnis der Wahl eines Trainers das durchaus harmlose Äquivalent der Auswahl eines Eisgeschmacks wäre, der uns am Ende vielleicht nicht schmeckt, dann wäre das nicht weiter tragisch. Die falsche Wahl kann im schlimmsten Fall jedoch leider schwerwiegende Folgen haben.


In den letzten Jahrzehnten hat der Beruf des Hundetrainers im Allgemeinen dank der Fortschritte in der modernen Verhaltenswissenschaft große Schritte in Richtung positiver Trainingsideologien gemacht, wiederlegte Theorien über Rudelführung, Dominanz und dem Wert der Bestrafung konnten so nach hinten rücken.


Die Bezeichnung „positiver Trainer“ durftest du in den letzten Absätzen nun mehrmals lesen, doch was bedeutet das eigentlich und was steckt dahinter?



Was ist ein positiver Trainer?


Bevor wir nach einem positiven Trainer suchen können, müssen wir erst genau definieren, was das überhaupt ist.


Der Ausdruck "positives Training" ist prinzipiell kein wissenschaftlicher Begriff. Kurz gesagt sollte jedoch der Einsatz von Schmerz, Angst und Bestrafung, sowohl bei Werkzeugen als auch bei Techniken beim Trainieren von Hunden vermieden werden. Stattdessen sollte mit positiver Verstärkung gearbeitet werden, kombiniert mit dem Wissen darüber, was Dominanz wirklich ist und welche Auswirkungen und Gefahren in der Anwendung von Strafe liegen.


Was einen guten Trainer ausmacht und auf was du bei der Auswahl achten solltest, erfährst du im nächsten Blogbeitrag.

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